// November 3rd, 2009 // 7 Comments » // Katzenwelten
Heute kommt die überarbeitete Vorstellung, da der alte Vorstellungsartikel leider während der Serverattacke verloren ging. Heute unser Putzi Benji.
Der kleine Prinz Benjamin
Unser Kater Benji ist ein Tierheimkater, ein getigerter EKH-Kater.

Benjamin stammt aus einem heruntergekommenen ungarischen Tierheim, wo er bereits mit wenigen Wochen nach Österreich gerettet wurde, bevor er mit 3 Monaten zu uns kam. Wäre er aus dem Tierheim nicht gerettet und mit Flasche aufgezogen worden, hätte er es mit Sicherheit nicht geschafft. Es war ein kleines verdrecktes und verwurmtes 4-wöchiges Kätzchen am Anfang und ist mittlerweile gerade 3 Jahre alt geworden, schön groß und kräftig gewachsen und stolze 5,5kg schwer. Schaut man seine Schulter an, den Kopf und Halsbreite, sieht man sofort, dass er ein Kater ist (obwohl kastriert) – der Unterschied zu Maggie, die gleich alt ist, ist gewaltig – gut 1kg Gewichtunterschied und wesentlicher Größenunterschied.

Eine bislang nicht entdeckte Spezie. Mit eingebautem Perpetuum-Mobile
Unser Benji ist eine bislang nicht entdeckte Spezie, eine Art Personalunion von einem Engel, Höllenfürst, Kuschelmonster, Schattenkrieger, wilder Bestie und Benjaminchen. Außerdem ist er das erste bekannte Wesen mit eingebautem “perpetuum mobile”, ohne sichtbaren Akku oder Batterien.

Seine Energie reicht für alles was er sich vornimmt, und auch wenn er dann immer wieder hechelnd da sitzt, geht er in der nächsten Sekunde wieder mit Lebenseinsatz los. Diesen Ansprüchen kann Maggie leider nicht nachkommen, weil sie von der Gattung her eine “Fewakatze kombiniert mit Schnurrtraktor” ist, und viel weniger Raufen und Blödeln braucht, als unser süßer Höllenfürst.
Rekursive Konditionierung à la Benjamin
Benji ist sehr sehr schlau und weiss es auch zu nutzen, zu seinen Experimenten mit mir auf dem Gebiet der “Rekursiven Konditionierung” nach Pawlows Vorbild werde ich wohl noch einen separaten Artikel schreiben. Jedenfalls ist er wirklich schlau und kann sich vieles zusammenreimen und lernt auch noch täglich dazu. Und wenn was nicht geht, dann probiert er solange, bis es gelingt.

Er war der erste, der die Schlafzimmerschrankschiebetür aufmachen konnte, der Erste, der trotz Katzenzaun abgehauen ist und der Erste, der herausgefunden hat, was er tun soll, um sicherzustellen, dass wir sofort drauf das tun, was er will.
Rindfleischallergie, Hecheln und das leidige Thema Coronavirus
Gesundheitlich ist Benji leider nicht so stark, hatte bereits alle möglichen Krankheiten, ist allergisch auf Rind und Ente – daher auch die ganze Wissenschaft bei Fütterung der Katzen bei uns – hat sehr schlechte Zähne – es mussten ihm bereits 7 Zähne gezogen werden wegen FORL und er bekommt oft Zahnfleischentzündungen, wogegen wir seit neuestem eine entzündungshemmende Salbe auf das Zahnfleisch auftragen. Auch sonst müssen wir gut schauen, dass er möglichst keinen besonderen Ansteckungsrisiken ausgesetzt wird.

Die schlimme Nacht. Fieber 41°C
In einer Nacht hatte er einen sehr starken und schlimmen Fieberanfall bekommen – plötzlich aus heiteren Himmel fast 41°C Fieber und ist uns fast gestorben, hätte er nicht in der Notaufnahme gleich eine fiebersenkende Infusion bekommen, die es immerhin auf 39,8°C (nach zwei Stunden) runterdrücken konnte.
Das war eine ganz schlimme Nacht, die falsche Diagnose “ausgebrochene FIP” machte alles noch schlimmer und ich dachte schon, er wird mir jetzt sterben, er war komplett apathisch, mit gläsernen Augen, komplett weg. In dieser Nacht wurde mir erst so richtig klar, wie sehr ich an den Katzen hänge und wie glücklich ich bin, sie haben zu dürfen.

Außerdem hat Benji leider auch noch leicht verdickte Herzwände (aber kein HCM) und ist auf Corona-Viren auch positiv getestet worden. Wegen dem Herzfehler muss er beim Spielen recht schnell Pause machen, sonst hechelt er wie wild und kann trotz Wille und Lust nicht so viel herumfliegen, wie er sich es wünschen würde.
Winter, Regen, Kälte – kein Garten für Katzis
In den letzten Tagen war er auch noch verkühlt, hat viel geniesst und geröchelt, sodass Cybiene mit ihm Salzlösung inhaliert hat. Es hat sich bisschen gebessert, da aber derzeit das Wetter sehr mies ist, es nießen im Moment alle unsere Pelzlinge. Ich hoffe nur, dass es bei uns nicht ausbricht und bald wieder alle schön gesund sind.

Jedenfalls sind wir sehr glücklich, dass wir unseren Benjamin haben dürfen, lieben ihn über alles und tun alles dafür, dass er auch gerne bei uns ist :)




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