DieSchatzen

Vorab möchte ich klarstellen, dass ich keine veterinärmedizinsche Ausbildung habe. Die untenstehenden Informationen sind aus verschiedenen Quellen im Internet zusammengetragen und spiegeln meine persönlichen Erfahrungen und Überlegungen zum Thema Giardien wider.

Was sind Giardien?

Giardien sind mikroskopisch kleine, einzellige Parasiten im Darm, die Durchfall verursachen können. Sie können Menschen, Säugetiere und Vögel befallen. Die folgenden Informationen beziehen sich insbesondere auf Katzen.

Eine Infektion kann symptomlos verlaufen. Es können aber auch Durchfall, ein Blähbauch, Übelkeit, Erbrechen und sogar Fieber auftreten. Der Durchfall kann bei der Katze akut oder chronisch auftreten, mit gelblichem, schleimigen, gelegentlich auch blutigem Kot. Als Folge der Durchfallerkrankung können Nährstoffe nicht mehr vollständig verwertet werden, was zu einer Gewichtsabnahme und einem struppigen Fell führen kann. Insbesondere bei Kitten kann der Durchfall auch zu einer bedenklichen Dehydrierung führen.

Giardien können in zwei verschiedenen Stadien vorkommen: In ihrer vegetativen Form oder als Zysten, die mit dem Kot ausgeschieden werden. Diese Zysten sind extrem widerstandsfähig, was eine Reinfektion mit bereits ausgeschiedenen Giardien leider wahrscheinlich macht.

Ansteckung

Giardien sind hochinfektiös. Es genügt eine Aufnahme von mindestens 10 Zysten (http://www.laboklin.de/de/VetInfo/aktuell/lab_akt_0701.htm) um eine Infektion auszulösen. Von infizierten Tieren werden aber ca 100.000 Zysten pro Gramm Kot ausgeschieden! Die ausgeschiedenen Zysten sind außerdem extrem widerstandsfähig; gängige Desinfektionsmittel machen ihnen nichts aus, sie überstehen Temperatur bis zu 70 Grad Celsius, in feuchten Böden bleiben sie bis zu sieben Wochen infektiös, in kühlem Wasser (somit auch in Wassernäpfen) sogar mehrere Monate.

So ist es auch verständlich, dass sich auch reine Wohnungskatzen mit Giardien anstecken können. Es reicht, wenn man als Katzenhalter in ein winziges Stück infizierten Hundekot reinsteigt, mit den Schuhen in die Wohnung geht, Katze setzt sich just dorthin, wo man mir den Schuhen war, Katze putzt sich und schon kann es zu einer Infektion kommen.

Wie kann eine Giardieninfektion nachgewiesen werden?

Man nimmt eine Sammelkotprobe über 3 Tage (spezielle Röhrchen gibt es beim Tierarzt, man muss nicht unbedingt diese nehmen, aber man sollte etwas verwendetn das geruchsdicht ist, welche im Labor untersucht wird.

Nach einer abgeschlossenen Behandlung sollte mittels Test überprüft werden, ob diese auch erfolgreich war. Bevor man erneut eine Sammelprobe macht muss man einige Zeit (die Angaben schwanken, aber mindestens eine Woche) warten nach Behandlungsende, da die Tests die Erbinformation der Giardien nachweisen und nicht zwischen toten (somit erfolgreich behandelten) und lebendigen Giardien unterscheiden können und so möglicherweise falsch positiv anzeigen.

Leider - und das fanden wir sehr frustrierend - können die Test nur aussagen, ob die Probe positiv oder negativ ist, aber nicht quantifizieren. Beim zweiten positiven Test hätten wir uns sehr gewünscht, dass dieser zwar positiv, aber ein bißchen weniger positiv ist, geht aber leider technisch nicht.

Hier geht's zur Fortsetzung | Teil II: Giardien: Was tun?

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3 COMMENTS ON THIS POST To “Giardien I: Was wir nie über Giardien wissen wollten”

  • liliana

    February 8, 2011 at 7:04 pm

    Zitat s.o.:
    Leider – und das fanden wir sehr frustrierend – können die Test nur aussagen, ob die Probe positiv oder negativ ist, aber nicht quantifizieren. Beim zweiten positiven Test hätten wir uns sehr gewünscht, dass dieser zwar positiv, aber ein bißchen weniger positiv ist, geht aber leider technisch nicht.

    falsche Aussage , natürlich kann gesagt werden ob der Giardienbefund mässig oder gering ist , zusätzlich sollte dann ein Mikroskopischer Test gemacht werden , der besagt dann den genauen Befall

    Zur Empfehlung : Laboklin in Bad Kissingen
    Dort kann Können die Kotproben auch selber hingeschickt werden.

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